Projektmanagement-Methoden im Vergleich: Agil, klassisch oder hybrid?

24.04.2020 - admin

Was ist der Unterschied zwischen agilen, klassischen und hybriden Methoden? Wann Sie welche Projektmanagement-Methode nutzen!

 

Agiles Projektmanagement ist in aller Munde. Viele Projektmanager sollen heute agil arbeiten – doch was bedeutet das eigentlich? Was sind die Unterschiede zu klassischen Projektmanagement-Methoden und wie funktioniert die hybride Vorgehensweise? Dieser Artikel sorgt für mehr Klarheit im Umgang mit der Wahl der richtigen Methode.

Klassische Projektmanagement-Methoden

Beim Blick auf die Geschichte des Projektmanagements wird schnell klar, vor welchem Hintergrund klassische vorausplanende Methoden entstanden. Werkzeuge wie

sowie Organisationen wie

kommen aus einer Zeit mit vielen Großprojekten von längerer Dauer. Zu der Zeit ging es vorrangig um Ingenieursprojekte mit hohem mechanischem Anteil.

Dabei waren die Ziele bis zum Ende zumindest theoretisch durchdacht und die Umsetzung von Änderungswünschen teuer. Insofern wurden Änderungen auch häufig als Störungen betrachtet. Die Zielerreichung stand unverrückbar im Mittelpunkt.

Klassische Projektmanagement-Methoden bieten also viele Vorgehensweisen für Kontrolle und Steuerung. Auch heute noch sind sie gut für Branchen wie Bau, Anlagenbau, Pharma und einige andere.

Agile Projektmanagement-Methoden

Agile Methoden sind neuer und kommen aus der Softwareentwicklung (mit einiger Inspiration durch Ideen des Lean Manufacturing).

Sie haben folgende Eigenschaften:

Scrum: Die am meisten verbreitete agile Methode

Bei Scrum wird anstelle von ausführlichen Produktspezifikationen ein Product Backlog mit User Stories erstellt. Diese beschreiben Wünsche aus Nutzersicht. Auch wird das Product Backlog im Laufe der Entwicklungsprozesse schrittweise weiter ausgearbeitet und ist dadurch ein „lebendiges“ Artefakt.

Die Planung der zu erledigenden Arbeit findet in Abstimmung mit Stakeholdern zu Beginn eines Sprints für den Zeitraum des jeweiligen Sprints statt. Danach erfolgt die Planung durch das Entwicklerteam auf täglicher Basis im Daily Scrum.

Am Ende eines jeden Sprints wird dann zurückgeblickt:

Klassisches- & agiles Projektmanagement: Die Ziele

Ansatz beim klassischen und agilen Projektmanagement-Methoden

Bei klassischer Herangehensweise liefern Ihnen das Konzept und die darauf basierende Spezifikation die Basis für die Umsetzung. Erst am Ende geht es um die Abnahme und die Nutzung des erstellten Gesamtergebnisses.

Beim agilen Projektmanagement arbeiten Sie hingegen eher produktversionsorientiert. In einer ersten frühen Version des Produkts kann ein Kunde sich bereits von Anfang an ein Ergebnis ansehen und dieses bewerten. Auf Basis seines Feedbacks ändern Sie den ursprünglichen Plan ab und entwickeln die darauffolgenden Versionen im regelmäßigen Dialog mit dem Kunden weiter.

In der Folge heißt das: Je intensiver Sie mit dem Kunden zusammenarbeiten, desto besser und kundennaher ist das Ergebnis Ihrer Arbeit.

Das Risiko, Überraschungen zu erleben, ist am Ende deutlich geringer als bei längerfristig vorausplanenden Methoden. Der Nutzen für den Kunden steigt pro Iteration stufenweise an.

Klar aufgeteilt: Klassische und agile Rollen und Prozesse

Im klassischen Projektmanagement gibt es Rollen wie

Alle davon haben klare Verantwortlichkeiten.

In Scrum gibt es drei wichtige Rollen:

Rollen im Vergleich zwischen klassischem und agilem Projektmanagement-Methoden (Beispiel Scrum)

Hybrides Projektmanagement – klassisch und agil im Mix

Hybrides Projektmanagement ist im Grunde nichts anderes als eine Mischform der bislang beschriebenen Methoden. Dies kann verschiedene Formen annehmen – im Folgenden nur vier Beispiele für hybride Modelle:

  1. Konzeption und Spezifikation agil, Umsetzung klassisch
  2. Konzeption und Spezifikation klassisch, Umsetzung klassisch für die Hardware und agil für die Software (Abhängigkeiten zwischen beiden müssen im Blick gehalten werden)
  3. Konzept, Spezifikation und Umsetzung Hardware und Software klassisch, Integration agil
  4. Konzeption, Spezifikation, Umsetzung, Abnahme klassisch, aber in regelmäßig geplanten Zeitabschnitten (Iterationen) – also keine klassisch-agile, aber eine klassisch-iterative Mischform. Hierzu gilt: Wenn alle in ihrer Taktung harmonisieren, ist dies häufig ein Vorteil für alle.
Zusammenfassung und Empfehlung

Sie haben in diesem Artikel erfahren, warum agile Projektmanagement-Methoden derzeit so stark gefragt sind. Und Sie kennen jetzt die Unterschiede zu klassischen und hybriden Planungsmethoden.

Außerdem konnten Sie lesen, wann welche Methode am besten geeignet ist:

Zusammenfassend lässt sich sagen: Es gibt sie nicht, die „eine richtige Methode“, die für alle Projekte gilt. Die passende Methode müssen Sie jeweils für die gegebene Projektsituation auswählen.

 

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