Kurzarbeit für digitale Weiterbildung nutzen

31.03.2020 - admin

Die Zeit in der Corona-Krise kann gezielt für Weiterbildung genutzt werden, e-Learning macht das auch ohne persönlichen Kontakt möglich. Unterstützung bekommen Unternehmen durch das Qualifizierungschanchengesetz.
 
  • Die Corona-Krise führt dazu, dass viele Mitarbeitende nicht im gewohnten Umfang ihrer Beschäftigung nachgehen können. Mit passender Unterstützung für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen kann die Zeit gezielt zur Qualifizierung genutzt werden. 
  • Das Qualifizierungschancengesetz bietet Unternehmen und Mitarbeitenden finanzielle Unterstützung bei der Weiterbildung. Auch im Rahmen von Kurzarbeit gibt es Fördermöglichkeiten. Die Politik arbeitet gerade daran, diese Möglichkeiten zu erweitern, damit auch Online-Weiterbildung gefördert werden kann, da derzeit keine Präsenzveranstaltungen möglich sind.  
  • Auch ohne persönlichen Kontakt zu anderen Menschen können sich Mitarbeitende weiterbilden. E-Learning-Angebote machen es möglich. 

„Ich habe gerade keine Zeit.“ Ein Satz, der in Anbetracht der guten wirtschaftlichen Lage und den vollen Auftragsbüchern in den letzten Jahren vielen Unternehmern und Mitarbeitenden im Arbeitsalltag häufiger über die Lippen kam. Auch wenn es um die Weiterbildung der Mitarbeitenden ging, war nicht selten weniger das Geld, sondern vielmehr die fehlende Zeit der limitierende Faktor. Der Corona-Virus hat innerhalb kürzester Zeit das Wirtschaftsgeschehen dramatisch verlangsamt und teilweise zum Stillstand gebracht – sei es durch fehlende Zulieferungen notwendiger Vorprodukte oder durch fehlende Nachfrage seitens der Kunden. Diese Entwicklung ist mit vielen Sorgen und Ängsten verbunden: Wie lange wird die Krise andauern? Wie können die Geschäfte am Laufen gehalten werden? Ist mein Arbeitsplatz sicher?  

An vielen Stellen zeigen sich Parallelen zur Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008. Eine Erfahrung aus der damaligen Krise ist, dass Unternehmen, die es damals geschafft haben, ihre Mitarbeitenden zu halten und in der Zeit Qualifizierungsmaßnahmen umzusetzen, zum Teil sogar gestärkt aus der Krise hervorgegangen sind. Und das mussten die Unternehmen nicht allein stemmen: So hat sich die öffentliche Förderung von Weiterbildung durch die Bundesagentur für Arbeit zwischen 2007 und 2009 fast verdreifacht. Im Folgenden wird gezeigt, welche Möglichkeiten zur Qualifizierung bestehen und welche Förderungsmöglichkeiten Unternehmen haben. Wir sind uns bewusst, dass finanzielle und existenzielle Fragen für viele Unternehmen und Beschäftigte im Vordergrund stehen. Wir möchten Ihnen dennoch in der aktuellen Situation diese Chance aufzeigen und Ihnen hoffentlich hilfreiche Informationen an die Hand geben. 

Weiterbildung als Instrument zur Mitarbeiterbindung 
 

Auch wenn Sie Ihre Fachkräfte in der aktuellen Situation nicht wie gewohnt einsetzen können, werden Sie nach der Krise die Kompetenzen Ihrer Mitarbeitenden wieder dringend brauchen. In der Zwischenzeit besteht die Möglichkeit, dass Sie und Ihre Beschäftigten die Zeit sinnvoll für Weiterbildungsaktivitäten nutzen. Dies steigert die Motivation der Beschäftigten und ist ein starkes Signal zur Mitarbeiterbindung: Wir setzen auch nach der Krise fest auf Sie! Gleichzeitig besteht für Sie als Unternehmen die Chance, sich durch passende Qualifizierungsmaßnahmen für den digitalen Wandel zu rüsten und so Ihre Innovationskraft zu stärken.

Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ist es für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nicht leicht, noch zusätzliche Ressourcen für Weiterbildung aufzubringen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Unternehmen und Beschäftigte, öffentliche Förderung in Anspruch zu nehmen: 

Qualifizierungschancengesetz 
 

Seit Anfang 2019 wurde mit dem Qualifizierungschancengesetz die Möglichkeit der Weiterbildungsförderung für beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgeweitet. Zielgruppe dieser Förderung sind – unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße – Beschäftigte, deren berufliche Tätigkeiten durch die Digitalisierung oder von sonstigem Strukturwandel bedroht werden. Auch die Weiterbildung in einem von der Bundesagentur für Arbeit definierten Engpassberuf wird gefördert. 

Die Fördermöglichkeiten sind dabei nach Betriebsgröße gestaffelt und die größten Fördermöglichkeiten haben kleine Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitenden. Diese können bis zu 100 Prozent der Weiterbildungskosten erstattet bekommen sowie einen Zuschuss von bis zu 75 Prozent für das Arbeitsentgelt während der Weiterbildung. Wird die Förderung für eine Person ohne Berufsabschluss beantragt, die eine berufsabschlussbezogene Weiterbildung macht, kann der Arbeitsentgeltzuschuss sogar bis zu 100 Prozent betragen.

Qualifizierungsmöglichkeiten während Kurzarbeit 
 

Wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Corona-Virus Kurzarbeit anordnen, bedeutet dies große Einschnitte für Betriebe und ihre Mitarbeitenden. Arbeitgeber können bei der örtlichen Arbeitsagentur für ihre Mitarbeitenden Kurzarbeitergeld beantragen, welches die Gehaltseinbußen zumindest abschwächt. Auch in früheren Krisen hat sich dieses Instrument bewährt und es konnten viele Beschäftigte gehalten werden.  

Auch während der Kurzarbeit kann die Weiterbildung der Mitarbeitenden durch volle oder teilweise Übernahme der Weiterbildungskosten nach dem Dritten Sozialgesetzbuch (SGB III) gefördert werden. Es gelten die gleichen Voraussetzungen wie beim Qualifizierungschancengesetz, zum Beispiel, dass die Beschäftigten vom Strukturwandel betroffen sind. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Maßnahme außerhalb des Betriebs durchgeführt wird und mehr als 160 Stunden dauert. Diese Regelung dürfte in den kommenden Tagen von der Politik überprüft werden denn Weiterbildungen beim Bildungsanbieter vor Ort sind derzeit nicht möglich. 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Kurzarbeit und Qualifizierung: https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/kug-faq-kurzarbeit-und-qualifizierung.pdf?__blob=publicationFile

Die Förderung können sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber beantragen. Für die Weiterbildung wird ein Bildungsgutschein ausgestellt, der bei Bildungsanbietern eingelöst werden kann, die für die Förderung zugelassen sind.

Lernen von Zuhause (e-Learning) 
 

Die aktuelle Situation stellt auch an Weiterbildungsaktivitäten neue Anforderungen. So gilt der Appell, unnötige soziale Kontakte zu vermeiden, nicht nur für geschätzte Kolleginnen und Kollegen, sondern auch für andere Teilnehmende an Weiterbildungen. Eine Möglichkeit, sich dennoch zu qualifizieren, bieten digitale Angebote.  

e-Learning bietet die Möglichkeit die Weiterbildung zeitlich und räumlich flexibel zu gestalten. Die Auswahl der richtigen Anbieter und Kurse fällt allerdings oftmals schwer. Deshalb bündelt Treasurize die Angebote an e-Learning-Kursen aller namhaften Angebote und hat die besten davon ausgewählt.
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