E-Learning – was ist das eigentlich?

31.10.2019 - admin

E-Learning hat viele Gesichter und so muss man sich zunächst immer mit seinem Gesprächspartner auseinander setzen, was jeweils unter dem Begriff verstanden wird.

 

Grundsätzlich werden unter E-Learning die Formen des Lernens verstanden, die mit digitalen Medien unterstützt bzw. umgesetzt werden. Lerninhalte werden mit Hilfe digitaler Medien präsentiert oder verfügbar gemacht. Diese digitalen Lernformate können interaktive Selbstlernprogramme sein, wie Web Based Trainings (WBT), Lern-Apps fürs Lernen unterwegs, Game Based Learning- oder Virtual Reality (VR)-Anwendungen oder andere. Die Auswahl wächst von Tag zu Tag. Um Lerninhalte zu produzieren benötigt man Autorentools und um die Lerninhalte und die Lerner zu verwalten dann ein Lernmanagement-System (LMS). Und wenn man dann noch Live-Online-Seminare durchführen möchte, kommt noch ein Virtuelles Klassenzimmer (VC) hinzu. Sie merken – es gibt viele Begrifflichkeiten, Trends, Tools, Technologien – und das alles macht E-Learning aus. Wobei wir immer im Fokus behalten müssen: erst der Mensch und dann die Technik. In diesem Artikel werden zunächst einige ausgewählte Begrifflichkeiten erklärt und dann noch wichtige Tipps für die Einführung von E-Learning gegeben.

 

 

Web Based Training (WBT)

WBTs werden häufig auch als Online-Training bezeichnet. Es sind Selbstlernprogramme, die interaktiv aufbereitet sind. Das heißt, der Lerner arbeitet selbständig das Lernprogramm durch, bearbeitet Übungen und Testaufgaben. Das Feedback ist automatisiert. WBTs werden über das Internet oder Intranet angeboten und über den Browser aufgerufen. Die Vorteile sind vor allem in der schnellen Aktualisierbarkeit zu sehen sowie in der zentralen Verwaltung. Das Lernprogramm kann kurzfristig auf den aktuellen Stand gebracht werden. Somit ist sichergestellt, dass alle Lernende immer das aktuellste Wissen zur Verfügung haben.

Lernvideos

Lernvideos gibt es vor allem in zwei Ausprägungen. Das Erklär-Video beschreibt einen Sachverhalt und der Lernende ist ausschließlich „Zuschauer“. Beim interaktiven Video wird der Lernende aktiv ins Geschehen eingebunden. So wird ihm beispielsweise eine realitätsnahe Situation vorgeführt und er kann per Mausklick den weiteren Verlauf beeinflussen bzw. sich verschiedene Lösungsweg anzeigen lassen. So wird er anschaulich und interaktiv an den richtigen Lösungsweg einer Problemsituation geleitet.

Mobile Learning

Mobile Learning bietet Lerneinheiten über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets an. Wenn man Trainings als Mobile Learning anbietet, hat der Lernende die Möglichkeit, gerade dann zu lernen, wenn er gerade Zeit hat (z.B. in der Bahn) und gezielt das, was er gerade benötigt – eben „learning on demand“. Das bedeutet aber auch, dass man sich bei der Konzeption dieser mobilen Lernprogramme über den Umfang und den Aufbau Gedanken machen muss. Denn beim Lernen mit mobilen Endgeräten ist es notwendig, in kleineren Lerneinheiten zu denken. Micro-Contents sind in sich geschlossene kleine Lerneinheiten, die manchmal nur aus 3-5 Seiten bestehen. Es eignet sich für Vokabeln-Lernen ebenso wie für technische Informationen zu Geräten, statt eines Reparaturhandbuches. Sehr gerne wird Mobile Learning auch in Form von Quizzes eingesetzt, um z.B. nach einem Präsenztraining das Wissen immer wieder aufzufrischen und so der Vergessenskurve entgegen zu wirken.

Social Learning

Social Learning fand früher ausschließlich offline statt. Durch viele technische Neuerungen versteht man unter Social Learning mittlerweile vor allem Lernen unter der Einbindung aller medialen Austauschformen. Der kollaborative Aspekt – also gemeinsam eine Lösung zu entwickeln – steht hier meist besonders im Fokus. „Teile Dein Wissen und nutze die Schwarm-Intelligenz“ – so könnte man Social Learning verkürzt zusammenfassen. Hier können die öffentlichen sozialen Netzwerke ebenso genutzt werden, wie unternehmensinterne Communities.

Game Based Learning

Game Based Learning ist eine Entwicklung, die im E-Learning immer weitere Verbreitung findet. Es wird auch als Serious Games bezeichnet. Dahinter verbirgt sich ein eher spielbasiertes Lernangebot. Natürlich ist dabei das Lernen im Fokus. Das Spielen wird aber als Motivation für den Lernenden eingesetzt. Game Based Learning ist immer dann sehr hilfreich, wenn reale Situationen nachgestellt werden sollen und der Lernende quasi „im geschützten Raum“ Situationen im wahrsten Sinne des Wortes durchspielen kann. Ohne in der Realität Schaden anzurichten kann er Gespräche, Handlungsabläufe und Tätigkeiten durcharbeiten und Fehler machen, die aber keinem schaden. Zwei wesentliche Aspekte dabei sind die Probehandeln und Selbstwirksamkeit. In diesem Zusammenhang werden im Training auch sehr gerne Simulationen eingesetzt.

Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR)

Der Einsatz virtueller Lernwelten in Form von VR und AR bieten dem Lernenden ein intensives Lernerlebnis – mit und ohne Einsatz einer VR-Brille. Bei AR ist die reale Umgebung des Lernenden weiterhin zu sehen. Er erhält über sein Mobile Device zusätzliche Inhalte angezeigt, wenn er es auf ein bestimmtes Objekt richtet. Bei VR hingegen wird die reale Welt ausgeblendet und der Lernende steigt mittels VR-Brille vollkommen in die virtuelle Welt ein. AR und VR können natürlich auch in Verbindung mit Serious Games zum Einsatz kommen.

Virtuelle Klassenräume (VC) (Live-Online-Seminar)

Das Live-Online-Seminar ist dem Präsenzseminar am nächsten. Es wird in einem Virtuellen Klassenraum (VC) durchgeführt. Die Lerngruppe trifft sich statt im Seminarraum online im Virtuellen Klassenraum – zu selben Zeit, aber nicht am selben Ort. Die Inhalte werden durch den Trainer direkt erläutert, so wie es auch im Präsenzseminar der Fall ist. Die Lernenden können Fragen stellen und sich austauschen (Kommunikation mit Headset, Telefon oder im Chat). Im VC kann man sehr interaktiv arbeiten, daher sollte die Teilnehmerzahl bei max. 15-25 Teilnehmern liegen. Je mehr Teilnehmer, desto schwieriger wird die Interaktion. Es gibt aber auch durchaus VC mit 3.000 Teilnehmern. Da ist die Interaktion natürlich eingeschränkt, aber dennoch z.B. durch Umfragen möglich.

Blended Learning – Kombination verschiedener Lernformen und -formate

Blended Learning ist Kombination verschiedener Lernformen, z.B. Präsenzseminar und Online-Training. Jede Kombination von Lernformen ist möglich, solange sie dem Erreichen des Lernziels optimal dient. Drei mögliche Varianten sind:

1) Zur Vorbereitung: Eignet sich bei Zielgruppen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen. Mit Hilfe eines vorweg geschalteten Online-Trainings, erhalten alle Lernenden dasselbe Vorwissen. In der Präsenzphase starten dann alle vom selben Level aus.

2) Zur Nachbereitung: Bei manchen Themen ist es wichtig, erst einmal allen Teilnehmern die wichtigen Inhalte persönlich näher zu bringen, z.B. zum Thema „Erste Hilfe am Arbeitsplatz“. Hier müssen die Teilnehmer praktisches Wissen vor Ort vermittelt bekommen und es selbst üben können. Hintergrundwissen wird dann danach über Online-Trainings vermittelt.

3) Zur Begleitung: Die Lerngruppe hat das Online-Training ständig zur Verfügung und kann flexibel auf die Lerninhalte zugreifen. Zwischendurch trifft sich die Lerngruppe in Präsenzphasen, um das theoretische Wissen in der Praxis zu vertiefen oder zu wiederholen. Dazwischen sind dann VCs eingeplant, um offene Fragen direkt zu beantworten oder weitere Inhalte zu vermitteln.

Nun noch kurz zu zwei Tools bzw. Systemen, die in E-Learning-Szenarien wichtig sind:

Autorentools

Ein Autorentool dient zum Erstellen von interaktiven WBTs. Vorteile von Autorentools sind u.s., dass sie Vorlagen für den Seitenaufbau anbieten (sog. Templates) und auch bereits Interaktionen vorbereitet haben. Viele Autorentools bieten auch eine einfache Bedienbarkeit des Tools, so dass man in relativ kurzer Zeit selbst Inhalte erstellen kann. Man darf aber nicht glauben, dass man ohne weiteres mit dem Tool gute WBTs produzieren kann, denn ein gutes Tool macht noch lange kein gutes Online-Training. Um ein gutes, interaktives Lernprogramm zu erstellen, bedarf es vor allem mediendidaktischen Wissens zum Seitenaufbau und dem Einsatz sinnvoller Interaktionen.

Lernmanagement-Systeme (LMS)

Bis jetzt haben wir im Rahmen von E-Learning nur über die Trainingsinhalte gesprochen. Diese Trainings müssen aber auch verwaltet und organisiert werden. Dazu dienen die Lernmanagement-Systeme (LMS). In diese pflegt man – meist automatisiert – die Daten der Lernenden ein (z.B. Name, E-Mail-Adresse). In das LMS werden auch alle Schulungen eingepflegt, so dass den Lernenden die, für sie bestimmten Schulungen zugewiesen werden können. Das LMS ermöglicht so ein zentrales Verwalten von Lernern und Schulungen.

Außerdem bietet es meist auch Kommunikationsmöglichkeiten wie E-Mail, Foren, Chat und Wikis, um die Kommunikation zwischen den Lernern zu fördern. Mit Hilfe des LMS erhält man auch einen Überblick, ob die Lerner auf die Trainings zugreifen, wie sie die Tests bewältigen und wer sein Training früher abbricht. Diese Informationen helfen dem Trainer beispielsweise, den Lernenden in seinem Lernprozess zu unterstützen. Gleichzeitig erfährt der Trainer, wie erfolgreich die von ihm konzipierte Maßnahme angenommen wird.

Mit unserem Partner vimibo bieten wir ein umfangreiches, förderfähiges Weiterbildungsangebot.

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